GRUSSWORT DER GESCHÄFTSFÜHRUNG
Die Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit mbH (GPS) blickt auf 30 Jahre wertvolle Soziale Arbeit zurück. In dieser Zeit haben wir uns, begleitet von vielen Herausforderungen und Meilensteinen, an vier großen Standorten in Rheinland-Pfalz und im Saarland entwickeln und fest etablieren können, immer mit einem klaren Ziel:
Der Mensch im Zentrum • Wir sind da und kümmern uns und sichern gesellschaftliche Teilhabe mit Engagement für Offenheit, Toleranz und Vielfalt.
Zusammen mit einem engagierten und professionellen Team von über 500 Mitarbeitenden mit den unterschiedlichsten Qualifikationen und Kompetenzen sorgen wir täglich dafür, dass mehr als 3000 Menschen die passgenauen individuellen Hilfen und Unterstützungen erhalten, die sie wirklich brauchen. Unsere Arbeit ist mehr als nur Dienstleistung; sie bildet den Baustein und die Basis für eine inklusive Gesellschaft und bietet Hilfen für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Wir bedanken uns bei unserer Muttergesellschaft, dem Paritätischen LV, für die guten Startbedingungen in den Anfangsjahren 1996 und schauen mit Zuversicht und Vertrauen, auch mit den Erfahrungen aus gut gemeisterten Krisenzeiten und besonderen Herausforderungen, in die nächsten Jahrzehnte.
Wir waren und sind sehr stolz, die GPS führen zu dürfen und freuen uns gemeinsam mit Ihnen allen diesen Weg weiterhin gehen zu können.
Ihr Geschäftsführungsteam
Michael Hamm, Jacqueline Kühnemann, Christoph Vochtel, Bernadette Hiery-Spaniol
Chronologie der GPS - von den Anfängen bis heute.
Festakt zum Jubiläum
Offizielle Feierlichkeit für Förderer und Politik in der Gartenschau in Kaiserslautern
22.01.2027 11:00 Uhr
30 JAHRE GPS
Die GPS feiert 2027 ihr 30-jähriges Bestehen und blickt auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück, die von stetigem Wachstum, Erweiterung der Angebote und Modernisierung der Strukturen geprägt ist. Trotz zahlreicher Veränderungen blieb das Engagement für Menschen, die Förderung von Teilhabe, Unterstützung und Respekt stets zentral. Die Organisation hat sich von kleinen Anfängen zu einem modernen Sozialunternehmen entwickelt, das Wandel als Chance begreift und Tradition mit Zukunft verbindet.
30 Jahre GPS • Gegründet mit Weitblick, gewachsen mit Vertrauen in starke Wurzeln, getragen von engagierten Menschen und bereit für die Zukunft.
An allen 50 Standorten in beiden Bundesländern schaffen wir Räume, in denen bestmögliche individuelle Fähigkeiten gefördert werden, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.
Verantwortungsübernahme, Vertrauen in individuelle Entwicklungen jedes einzelnen Menschen und Zuverlässigkeit bilden die Basis und das Herzstück unserer täglichen Praxis.
MEILENSTEINE
Paritätische Wurzeln
Starke Wurzeln, starke Zukunft: 30 Jahre GPS
Wer 30 Jahre GPS feiern möchte, muss eigentlich noch ein Stück weiter zurückblicken. Denn lange bevor die GPS 1996 gegründet wurde, begann die Geschichte bereits 1974 mit den ersten sozialen Diensten des Paritätischen in Saarbrücken und in Mainz.
Aus Angeboten wie der Häuslichen Pflege, dem Mobilen Hilfsdienst, der Frühförderung oder auch dem Essen auf Rädern entstand Schritt für Schritt das Fundament der neuen Gesellschaft.
1989 wurden mit dem neuen Haus der Parität in Saarbrücken und dem neuen Haus am Landwehrweg in Mainz wichtige Meilensteine gesetzt. Sie schufen Raum für neue Ideen, Beratungsangebote und therapeutische Hilfen. Aus kleinen Anfängen entwickelte sich ein stetig wachsendes Netzwerk sozialer Unterstützung.
Mit der Gründung der GPS im Jahr 1996 wurden viele dieser erfolgreichen Angebote in eine neue, zukunftsorientierte Struktur überführt.
Heute, 30 Jahre später, ist daraus ein modernes Sozialunternehmen geworden, das Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen begleitet.
Die Gründung
Der Anfang einer Erfolgsgeschichte
Am 9. Mai 1996 wurde die GPS mit der Idee gegründet soziale Dienstleistungen professionell und zukunftsorientiert zu gestalten. Aus den langjährigen Angeboten des Paritätischen Landesverbandes entstand eine eigenständige Gesellschaft, die von Beginn an Verantwortung für zahlreiche Mitarbeitende und Menschen mit Unterstützungsbedarf übernahm. Was vor drei Jahrzehnten begann entwickelte sich zu einem modernen Sozialunternehmen mit vielfältigen Angeboten.
Wolfgang Krause übernahm die Geschäftsführung und führte die Erfahrungen aus den bereits bestehenden Arbeitsfeldern in eine neue Ära. Unterstützt wurde er von den engagierten Wegbegleitern Franz-Josef Strehl, Joachim Speicher und Bernadette Hiery-Spaniol, die ebenso schon von der Gründung Verantwortung für die Entwicklung der zukünftigen Gesellschaft übernommen hatten.
Danke an alle, die die GPS seit 1996 begleitet, geprägt und weiterentwickelt haben.
30 Jahre GPS • Gegründet mit Weitblick, gewachsen mit Vertrauen in starke Wurzeln, getragen von engagierten Menschen und bereit für die Zukunft. 🎉
Neue Wege der Beratungs- und Wohnangebote
Tagesklinik Mainz und Dr.-Martin-Klewitz-Haus
Der Mensch im Zentrum • selbstbestimmt leben, individuell begleitet.
Mit der Eröffnung der Tagesklinik für psychisch kranke Menschen in Mainz und dem Dr. Martin Klewitz Haus in Saarbrücken entstanden wichtige Grundlagen für neue Beratungs-, Therapie- und Wohnangebote. Im Mittelpunkt stand von Beginn an das Ziel, Menschen mit Beeinträchtigungen mehr Selbstbestimmung, Wahlmöglichkeiten und passgenaue Unterstützung zu ermöglichen.
Daraus entwickelten sich gemeindepsychiatrische Netzwerkstrukturen und vielfältige Wohnangebote: vom Appartementhaus Dr. Martin Klewitz Haus über Erweiterungen eines Wohnprojektes in Eppelborn bis hin zu neuen inklusiven Wohn- und Lebensformen an allen Standorten. Mit der Erweiterung der Tagesklinik II und der bundesweit einmaligen Demenzklinik in Mainz wurden in den folgenden Jahren weitere Leuchtturmprojekte der GPS eröffnet. Dazu gehörten auch die neuen Angebote der Straffälligenhilfe mit dem Projekt Chance und das Wohnheim für straffällig gewordene Erwachsene in der Kaltenbachstrasse in Saarbrücken .
Heute bietet die GPS 50 Wohnungen für ein selbstbestimmtes Leben und zahlreiche Modell- und Leuchtturmprojekte an,
ein starkes Fundament für die kommenden Jahre.
Leuchttürme der Teilhabe: Menschen stärken, Begegnungen ermöglichen, Leben gestalten
Wenn wir heute auf diese besonderen Leuchttürme blicken stehen sie stellvertretend für das, was die GPS seit ihrer Gründung auszeichnet: den Mut, neue Wege zu gehen, die Würde jedes Menschen zu achten und Teilhabe mit Herz und Überzeugung Wirklichkeit werden zu lassen.
Ein Herzstück dieser Entwicklung ist das Haus am Landwehrweg in Mainz. Aus einer traditionellen Wohneinrichtung wurde über die Jahre ein modernes Zentrum des Wohnens mit Teilhabe. Hier wurde der Wandel von der Fürsorge zur Selbstbestimmung früh konsequent gelebt. Bewohnerinnen und Bewohner erhielten zunehmend die Möglichkeit, ihr Leben nach eigenen Wünschen zu gestalten.
In Ergänzung mit den ambulanten Hilfen aus der Psychosozialen Ambulanz setzte die GPS darüber hinaus wichtige Impulse für die gemeindepsychiatrische Versorgung. Menschen mit psychischen Erkrankungen erhielten Unterstützung dort, wo ihr Leben stattfindet: im eigenen Zuhause, im sozialen Umfeld und mitten in der Gesellschaft.
Auch am Standort Saarbrücken entwickelte sich mit dem Fachdienst Selbstbestimmtes Wohnen ein wegweisendes Angebot für Menschen mit körperlichen, geistigen und psychischen Beeinträchtigungen. Es entstand ein Netzwerk, das heute saarlandweit diesen Menschen ein Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht. Mit ergänzenden Modellprojekten wie dem „Wohnen in Gastfamilien“ und dem Angebot der Ambulanten tagesstrukturierenden Maßnahmen, das Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen durch sinnvolle Beschäftigungen neue Perspektiven eröffnet, wurden individuelle Lebensentwürfe ermöglicht.
Ein ganz besonderes Kapitel der GPS-Geschichte schrieb die Schatzkiste. Als sie 2006 in Mainz und 2010 in Saarbrücken gegründet wurde, war sie die erste Kontakt- und Partnervermittlung für Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Was als mutiges Pilotprojekt begann, entwickelte sich zueiner Erfolgsgeschichte, die zahlreiche Menschen zusammengeführt und vielen neue Lebensperspektiven geschenkt hat.
Zu den schönsten Ausdrucksformen dieser besonderen Kontaktbörse gehören die Kontaktpartys in Mainz und die COME TOGETHER-Partys in Saarbrücken. Hier wird Inklusion nicht diskutiert, sondern gelebt. Menschen mit und ohne Behinderung feiern, knüpfen Freundschaften und erleben unvergessliche gemeinsame Stunden. Diese Partys haben sich über viele Jahre zu einer festen Institution entwickelt und gehören heute ganz selbstverständlich zur Feierszene in den Regionen dazu.
Vorreiter der gemeinde-psychiatrischen Versorgung
Im Rahmen der Feierlichkeiten in 2025 zu 50 Jahre Psychiatrieenquete wurde sichtbar, dass sich der Paritätische und die GPS seit den 80er Jahren als Vorreiter für die Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen mit großem Engagement einsetzte und in den Folgejahren zahlreiche Angebote vor allem in Mainz weiterentwickelte.
Mit den Versorgungsangeboten wurden bis heute wichtige Meilensteine in Mainz und in Saarbrücken umgesetzt:
1989 Eröffnung Haus am Landwehrweg mit stationären und psychosozialen ambulanten Angeboten
1996 Eröffnung der 1. Tagesklinik für psychisch erkrankte Menschen
2000 Eröffnung der Psychiatrischen Institutsambulanz in Mainz und Start des Fachdienstes für Menschen mit seelischen und körperlichen Beeinträchtigungen in Saarbrücken
2003 Erweiterung der ambulanten gemeindepsychiatrischen Versorgung für seelisch beeinträchtige Menschen im Verbund
2014 Eröffnung der 2. Tagesklinik für dementiell erkrankte Menschen und mit diesem Konzept eine neue Einrichtung für Demenzkranke in Deutschland (Leuchtturmprojekt)
2025 Planung einer 3. Tagesklinik
Das Schlusswort aus der Präambel der Psychiatrie-Enquête aus 1975 ist auch heute, nach 50 Jahren. noch brandaktuell:
„Auch in Zeiten knapp bemessener Mittel aber muss sich eine Gesellschaft der Frage stellen, wie viel sie einsetzen will, um das Schicksal derer zu erleichtern, die als psychisch Kranke oder Behinderte auf Hilfe angewiesen sind.“
Die GPS wird auch weiterhin Ihrer Vorreiterrolle gerecht und sich auch zukünftig weiter engagieren.
Jugendhilfe Nonnweiler
Mit dem Wechsel werden die Angebote der GPS noch vielfältiger
Das Therapeutische Kinder- und Jugendhaus Nonnweiler wird 2010 als eigenständiger Standort in die Gesellschaft aufgenommen.
Hier geht es um weit mehr als Betreuung. In den damals fünf und heute 11 familienähnlichen Häusern finden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Orientierung, Stabilität und die Chance, ihren eigenen Weg zu entwickeln.
Dabei folgt die Arbeit des interdisziplinären Teams wichtigen Wert und Grundüberzeugungen.
Jeder Mensch ist einzigartig und verdient die Unterstützung, die zu seiner persönlichen Lebenssituation passt.
Ob stationäre Hilfen, intensive Einzelbetreuung, Kriseninterventionen oder betreutes Wohnen für junge Volljährige - auch hier steht stets der einzelne Mensch im Mittelpunkt.
Wer die Einrichtung besucht, wird schnell feststellen: Hier erinnert nur wenig an das Klischee einer Jugendhilfeeinrichtung. Die Häuser wirken eher wie das, was sie sein sollen – ein Zuhause auf Zeit. Mit Wohnzimmern statt Wartezimmern, Gemeinschaft statt Anonymität und Alltag statt Isolation.
Gründung der Stiftung
als stabiles Fundament für die Zukunft der GPS
Der Landesgeschäftsführer des Paritätischen Landesverbandes und Sprecher der Geschäftsführung der GPS Michael Hamm formulierte es schon damals im Gründungsjahr der Stiftung im Interview sehr treffend und damit mehr als vorausschauend “Was einmal im Grundstockvermögen einer Stiftung ist, kommt da so schnell nicht wieder heraus.“
Anders gesagt: Die GPS bekam durch die Einbringung der Mehrheitsanteile in die Stiftung neben den starken paritätischen Wurzeln ein besonders stabiles Fundament für die Zukunft.
Bis heute steht die Stiftung für Verlässlichkeit, Kontinuität und die nachhaltige Sicherung der Sozialen Arbeit für die Menschen in der Region.
Entwicklung KITAs
30 Jahre GPS: Wegbereiterin für frühe Bildung, Inklusion und Familienförderung im Regionalverband Saarbrücken
Die Geschichte der frühkindlichen Bildung bei der GPS beginnt bereits 1976 mit dem Aufbau der Interdisziplinären Frühförderung im Saarland. Seit fast fünf Jahrzehnten begleitet die GPS Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen und ihre Familien und schafft damit die fachliche Grundlage für ihr heutiges Engagement im Bereich der frühen Bildung. Seit 2016 ergänzt das Angebot der AFI (Arbeitshilfen für Integrative Maßnahmen in Kitas) diese Arbeit und unterstützt Kindertageseinrichtungen dabei, Inklusion im Alltag erfolgreich umzusetzen.
Ein weiterer bedeutender Schritt erfolgte 2013 mit der Übernahme der Montessori-Krippe “Unsere Kinder”, wodurch die frühpädagogische Arbeit der GPS erweitert wurde. Mit der Eröffnung der inklusiven Kita Raabe in Saarbrücken-Burbach im Jahr 2019 wurde erstmals eine eigene integrative Kindertageseinrichtung für Kinder mit und ohne Beeinträchtigung geschaffen.
2025 folgte die Übernahme der Kita Menschenskinder auf dem Saarbrücker Eschberg. Damit konnte ein wichtiges Betreuungsangebot für Familien erhalten und die langjährige Expertise der GPS in Frühförderung und Inklusion eingebracht werden.
Ebenfalls 2025 wurde mit der inklusiven Kita„Waldwichtel“ ein weiteres Leuchtturmprojekt in Zusammenarbeit mit der Wohnungsgesellschaft der WOGE Saar eröffnet. Die Kindertageseinrichtung Waldwichtel ist ein Mehrgenerationenhaus und verbindet frühkindliche Bildung, Inklusion, Quartiersentwicklung und barrierefreies Wohnen für Menschen mit Beeinträchtigungen und steht beispielhaft für das moderne Verständnis von Teilhabe und Gemeinschaft. Ergänzt wird das Angebot seit 2026 durch die interdisziplinäre Praxis Waldwichtel mit medizinisch therapeutischen Leistungen für Erwachsene und Familien.
Führungswechsel für eine starke Zukunft
Mit dem Wachstum der GPS und der Ausweitung neuer Angebote wurde 2015 die Führungsstruktur neu aufgestellt. Zum 01.07.2015 wurde Hans-Joachim Damm als kaufmännischer Geschäftsführer und Bernadette Hiery-Spaniol als operative Geschäftsführerin - jeweils für die Standorte Mainz und Saarbrücken zuständig – berufen und dem bisherigen Geschäftsführer Wolfgang Krause zur Seite gestellt. In den folgenden Jahren übernahm Michael Hamm (2017) die Nachfolge von Wolfgang Krause als Sprecher der GF und Jacqueline Kühnemann (2018) die Nachfolge von Hans-Joachim Damm.
Führungswechsel auch im Vorsitz
Auf den Führungswechsel auf der hauptamtlichen Ebene in den Jahren 2015 bis 2017 folgte auch der Wechsel im Ehrenamt: Mit der Wahl von Gaby Schäfer zur Vorsitzenden des Landesverbandes des Paritätischen Rheinland-Pfalz | Saarland übernahm sie in der Nachfolge von Prof. Reiner Feth zugleich den Vorsitz der Gesellschafterversammlung der GPS. Seitdem begleitet sie die Entwicklung der Gesellschaft als ehrenamtliche Vorsitzende und steht für Kontinuität, gesellschaftliches Engagement und die enge Verbundenheit der GPS mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband.
Mit dieser neuen modernen Führungsstruktur verbindet die GPS Kontinuität, strategische Ausrichtung, Erfahrung, wirtschaftliche Stabilität und neue Impulse für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung.
Entwicklung der Pflege und Quartiersarbeit in Mainz und Saarbrücken
Seit 2017 hat die GPS ihre Angebote im Bereich Pflege, Wohnen und Quartiersentwicklung konsequent ausgebaut und dabei neue Formen des selbstbestimmten Lebens im Quartier geschaffen. Mit dem inklusiven Wohn- und Tagespflegeprojekt im Alten Stadtbad Saarbrücken, dem Mehrgenerationenquartier in Mainz-Ebersheim sowie der Übernahme des Mehrgenerationenhauses im Mühlenviertel hat sie ihre Rolle als innovativer Sozialdienstleister weiter gestärkt.
Im Mehrgenerationenquartier „Zuhause in Mainz – miteinander sorgenfrei leben“ übernahm die GPS 2017 eine zentrale Rolle bei der Entwicklung altersgerechter und pflegenaher Angebote. Neben ambulanten Pflegeleistungen und einer 24-Stunden-Versorgung wurden Begegnungsmöglichkeiten und ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe gefördert. Das Nachbarschaftscafé entwickelte sich dabei zum Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens.
Ebenfalls 2017 eröffnete die GPS das Wohnprojekt am Alten Stadtbad in Saarbrücken. Hier werden Wohnen, Pflege, Eingliederungshilfe und Quartiersarbeit miteinander verbunden. Das Projekt steht beispielhaft für den Ansatz der GPS, Menschen unabhängig von Alter oder Unterstützungsbedarf eine möglichst selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Die Erfahrungen aus beiden Projekten verdeutlichen den Wandel von einer reinen Versorgung hin zu einer quartiersorientierten Unterstützung. Pflege, Begegnung, Ehrenamt und Nachbarschaft werden als Bestandteile eines lebendigen Sozialraums zusammengeführt.
Ein weiterer bedeutender Schritt folgte 2024 mit der Übernahme der Trägerschaft des Mehrgenerationenhauses Miteinander-Füreinander im Bürgerzentrum Mühlenviertel Saarbrücken. Damit sicherte die GPS den Fortbestand wichtiger Angebote der Quartiersarbeit und stärkte generationenübergreifende Begegnung, Teilhabe und sozialräumliches Engagement im Stadtteil.
Corona Pandemie - Krise, Herausforderungen und Chancen
Die Corona Jahre 2019-2022 waren auch für die GPS von einer bisher unbekannten Dynamik geprägt. Die Auswirkungen einer bisher noch nie erlebten Pandemie stellten für die gesamte Organisation eine Ausnahmesituation mit enormen Belastungen dar.
Führungskräfte, Mitarbeitende und Krisenstäbe mussten sehr kurzfristig auf ständig wechselnde gesetzliche, gesundheitliche und finanzielle Rahmenbedingungen reagieren und waren dauerhaft mit der Anpassung von Hygiene- und Schutzkonzepten, Gefährdungsbeurteilungen und Pandemieplänen beschäftigt. Die soziale Distanz und Kontaktbeschränkungen erschwerten die Arbeit in allen Bereichen. Entscheidungen konnten oftmals nur auf Sicht getroffen werden.
Gleichzeitig zeigte sich die besondere Stärke der GPS als vielfältiges Sozialunternehmen und mit einer Struktur als Komplexträger. Ausfälle einzelner Bereiche konnten teilweise durch andere Leistungsbereiche kompensiert werden, wodurch Arbeitsplätze gesichert und Kurzarbeit vermieden werden konnten. Personelle Engpässe konnten durch standortübergreifende Einsätze ausgeglichen werden.
Die Pandemie wurde damit nicht nur als Krise bewältigt, sondern auch als Chance für eine systematische Organisationsweiterentwicklung genutzt. Die Erfahrungen aus dieser krisenhaften Zeit stärkten nachhaltig den Zusammenhalt zwischen Mitarbeitenden, Teams und Führungskräften und förderten eine Kultur gegenseitiger Unterstützung und des Zusammenhaltens.