Aktuell

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Modellprojekt für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung

Soziale Teilhabe durch Tagesstruktur und sinnvolle Beschäftigung

Sozialminister Andreas Storm eröffnet Modellprojekt für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung

Schwerwiegend psychisch erkrankt  oder seelisch behindert zu sein bedeutet für die Betroffenen nicht selten, dauerhaft  in psychiatrischen Einrichtungen zu leben.

Als sinnvolle und notwendige Alternative hierzu entwickelte das saarländische Sozialministerium zusammen mit freien Trägern der Wohlfahrtspflege ambulante Betreuungsformen und Konzepte für diesen Klientenkreis. Sie  ermöglichen den betroffenen Menschen durch professionelle Unterstützung vor Ort den Verbleib im eigenen Wohnumfeld und damit ein selbstbestimmtes Leben. 

Mit dem Startschuss für ein zweijähriges Modellprojekt „Ambulante tagesstrukturierende Maßnahmen“ werden diese Hilfeformen im Einzugsbereich des Regionalverbandes Saarbrücken um ein weiteres, bedeutendes Modul ergänzt. Auf Initiative des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie haben das Diakonische Werk und die Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit mbH Konzepte erarbeitet, um dauerhaft psychisch erkrankte Menschen bei der Entwicklung einer Tagesstruktur zu unterstützen. Der Aufnahme einer sinnvollen und als attraktiv erlebten Beschäftigung oder Betätigung kommt hierbei die Schlüsselfunktion zu. Beschäftigungsfelder können  sowohl innerhalb der sozialen Infrastruktur als auch in Wirtschaftsbetrieben eröffnet werden.

pressekonferenz

(v.l.n.r.: Wolfgang Biehl, Diakonisches Werk; Sozialminister Andreas Storm; Wolfgang Krause, Geschäftsführer GPS,  Fotos: plb)

Andreas Knauf

Andreas Knauf (GPS) stellt das Modellprojekt vor.

Andreas Storm PR-1

Der Mensch definiert und identifiziert sich mit dem, was er tut. Selbstwahrnehmung und Selbstwertgefühl werden maßgeblich dadurch beeinflusst, etwas Wertvolles zu leisten und dafür Wertschätzung zu erfahren. Soziale Teilhabe und menschliche Kontakte wirken stabilisierend und unter Umständen heilend auf die Gemütslage eines Menschen ein.

Diesen Grundannahmen folgend ist es die Aufgabe des Modellprojektes, die Klienten aus den betreuten Wohnformen in geeignete Betätigungsfelder zu begleiten und dort gemeinsam mit den Ansprechpartnern vor Ort sinnvolle und vor allem passgenaue Beschäftigungen zu finden. Die GPS kann dabei auf langjährige Erfahrungen im Bereich der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen zurückgreifen. Die GPS Mainz ist bereits seit vielen Jahren als Fachdienst im  psychiatrischen Bereich tätig.

Die Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit mbH, angesiedelt in Saarbrücken, Mainz und Nonnweiler ist ein  Tochterunternehmen der Stiftung Parität und des PARITÄTISCHEN Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland.

Sie erfüllt als modernes Dienstleistungsunternehmen vielfältige Aufgaben im sozialen Sektor. Die Arbeitsbereiche erstrecken sich von ambulanter und stationärer Behindertenhilfe und Psychiatrie bis hin zur Alten-, Jugend- und Straffälligenhilfe.

 

Link zum Thema auf  Saarland.de

 

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